„Tierisches“ Wohlbefinden dank Tierphysiotherapie
Dienstag, den 01. Juni 2010 um 00:00 Uhr
Wir kennen das: „Immer schneller, immer weiter, immer höher!“ Mit einer Normal-Leistung geben wir uns schon lange nicht mehr zufrieden. Es muss - bitteschön - schon etwas mehr sein. Das ist im Berufsleben so, häufig auch in der Freizeit und im Sport. Wen interessiert schon das Normale, das Übliche, das Alltägliche? Wir wollen Top-Leistungen sehen - und bringen. Das geht „auf die Knochen“, der Bewegungsapparat wird arg belastet. Beim Menschen ebenso wie bei Tieren.
Warum Tierphysiotherapie?
Da verwundert es nicht, wenn die Praxen der Physiotherapeuten gut laufen. Sie sollen uns Menschen wieder fit machen für neue Leistungen. Unter Physiotherapie versteht man „die Verwendung naturgegebener physikalischer Einflüsse zur Krankenbehandlung“1. Nun, was für Menschen gilt, das gilt auch für Tiere. Spezialisten für Tierphysiotherapie kümmern sich um die angeschlagenen Tierkörper. Maßnahmen der Tierphysiotherapie werden insbesondere bei Pferden und Hunden angewandt. Dabei bedient sich die Tierphysiotherapie der üblichen physiotherapeutischen Methoden wie Massagen, Bewegungsübungen, Elektro-, Thermo-, Laser-, Ultraschalltherapie aber auch Akupressur.
Mit ihren Behandlungsmethoden will die Tierphysiotherapie zum einen erreichen, dass durch eine hohe Belastung erst gar keine Schäden entstehen. Sie bereitet das Tier präventiv durch trainingsunterstützende Maßnahmen auf die Belastung vor. Zum anderen leistet die Tierphysiotherapie einen wertvollen Beitrag zur Genesung, indem sie medizinische Maßnahmen - zum Beispiel Operationen - begleitet und unterstützt. Tierphysiotherapie ist im (Hoch-) Leistungsbereich in der Vor- und Nachsorge nicht mehr wegzudenken. Der Bedarf wird steigen.
Tierphysiotherapie - Chancen, Grenzen und Ausbildung
Kein Wunder, dass der Markt für Tierphysiotherapie floriert. Adressen von 187 Therapeuten in Deutschland, der Schweiz und Luxemburg nennt allein die erste berufsständische Organisation für Tierphysiotherapie, der 1. Verband für Tierphysiotherapie e.V. in Kirchlengern.
Auf die Beteiligung des Tierarztes kann in der Tierphysiotherapie nicht verzichtet werden. Dessen Verantwortung für eingehende Untersuchungen, Diagnosen, Therapieverordnungen und -kontrolle bleibt bestehen. Geschickt, wenn ein Therapeut über beide Qualifikationen verfügt. Dr. Astrid Reitz, Tierärztin aus Eggenthal, entwickelte ein umfassendes Betreuungs- und Vorsorgekonzept, um Pferde gesund, fit und leistungsfähig zu halten. In einem ganzheitlichen Ansatz verbindet sie Jahrtausende alte chinesische Medizin mit manueller Therapie und klassischer Tiermedizin. Ein Erfolg versprechender Weg in der Tierphysiotherapie!
Der Run auf eine Tierphysiotherapie-Ausbildung ist groß, das Angebot ebenfalls. Viele Institute bieten Ausbildung in Tierphysiotherapie an.
Tierphysiotherapie im Aufwind. Wohlbefinden für unsere vierbeinigen Freunde. Chancen, Grenzen und Ausbildung in einem interessanten Beruf.





